Rasante Verfolgungsjagd in Bayern.
Versuchte Einreise aus Virusvariantengebiet Tirol ohne negativen
Testnachweis.
Flucht mit PS-starkem Boliden nach 40 km von der Bundespolizei gestoppt.

Am Samstagnachmittag (13.03.) kam es nach einer Grenzkontrolle auf der
Autobahn A93 am Grenzübergang in Kiefersfelden zu einer wilden
Verfolgungsjagd mit Spitzengeschwindigkeiten von über 200 km/h mit der
Polizei.

Ein 46-jähriger Fahrer und seine 30-jährige Begleiterin versuchten, sich
der Kontrolle zu entziehen und ohne einen negativen Testnachweis aus dem
Virusvarianten- und Risikogebiet Tirol nach Deutschland einzureisen.
Bereits bei einer ersten Befragung auf der Inntalautobahn gaben die
beiden Fahrzeuginsassen des PKW mit Tölzer Kennzeichen zu, nicht über
einen gültigen Testnachweis zu verfügen und zudem keine Registrierung
vorgenommen zu haben.

Die Polizei forderte den Fahrer daraufhin auf, in die Kontrollstelle
einzufahren, um die entsprechenden Überprüfungen vorzunehmen. Diser
erweckten dann auch zunächst den Anschein, der Anweisung zu folgen. Er
fuhr einige Meter in Schrittgeschwindigkeit in Richtung der
Kontrollstelle, gab aber kurz vor der Ausleitung von der Fahrbahn
abrupt Gas und fuhr mit seinem 600 PS starken Fahrzeug an der Ausfahrt
vorbei.

Ein bereitstehendes Polizeifahrzeug nahm umgehend die Verfolgung mit
Blaulicht und Martinshorn auf, weitere in der Region eingesetzte
Polizeifahrzeuge wurden ebenfalls informiert. Im Verlauf der Flucht
überschritt der Fahrzeugführer mehrfach und teils deutlich die
Geschwindigkeitsbegrenzungen und unterschritt zudem den gebotenen
Mindestabstand zu anderen Fahrzeugen teilweise erheblich.

Nach etwa 40 km in der Nähe von Irschenberg konnte die Bundespolizei den
Raser schließlich ohne eine weitere Gefährdung anderer
Verkehrsteilnehmer stoppen. Der Mann gab sich gegenüber den Beamten
überraschenderweise vollkommen ahnungslos und sagte, er sei davon
ausgegangen, daß er ohne einer weitere Kontrolle weiterfahren durfte.
Auch habe er von den Pflichten zum Nachweis eines negativen Corona-Tests
und der Einreiseanmeldung nichts gewußt.

Auf die beiden Personen kommen nun diverse Anzeigen zu. Aufgrund der
fehlenden negativen Testergebnisse und der Einreisemeldungen wurden
beide nach der Coronavirus-Einreiseverordnung angezeigt und ihre
Personalien wurden an das zuständige Landratsamt in Rosenheim
weitergeleitet. Gegen den Fahrer wurde zudem ein
Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen der Entziehung von der Kontrolle an
der Grenze eingeleitet. Und nachdem der Vorgang an die
Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim weitergeleitet wurde ist zu
erwarten, daß von dieser Stelle noch eine weitere Anzeige kommt, es
wurden Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen.

Nachdem schließlich vor Ort die coronabedingten Nachweise von beiden
Fahrzeuginsassen erbracht werden konnten, durften diese Ihre Fahrt in
Richtung München fortsetzen.