Tötungsdelikt an 34-jähriger Münchnerin
Polizei fahndet nach Ehemann
Aufenthalt im Ausland vermutet, 10.000€ Belohnung für Hinweise.

Bereits am 17.11.2020 wurde eine 34-jährige Frau aus München von Familienmitgliedern als vermisst gemeldet. Ihr 41-jähriger Ehemann hatte ihnen am selben Tag noch mitgeteilt, daß beide zusammen einkaufen gehen würden, danach waren sie aber verschwunden und nicht mehr erreichbar.

Umfangreiche Ermittlungen und eine erste Wohnungsnachschau verliefen zunächst ergebnislos, nachdem aber am nächsten Tag bei einer weiteren Wohnungsnachschau Blutspuren entdeckt wurden, wurde die komplette Wohnung am 19.11. nach weiteren Spuren untersucht. Es wurden weitere Blutspuren entdeckt, die auf eine Gewalttat hinwiesen.

Der Fall wurde dann am 20.11. von der Mordkommission des Polizeipräsidiums München übernommen und es wurde ein Haftbefehl wegen Totschlags gegen den flüchtigen Ehemann erlassen. Am Nachmittag des gleichen Tages wurde dann eine erneute gründliche Durchsuchung der Wohnung vorgenommen und schließlich die unter einem Kinderbett versteckte Leiche der Frau gefunden. Die anschließende Obduktion ergab, daß sie durch mehrere Stiche in den Oberkörper getötet wurde.

Nach einem Beschluss des Amtsgerichts München wird mittlerweile mit Fahndungsfotos nach dem Flüchtigen gesucht, nach Angaben der Polizei hält er sich vermutlich im Ausland, wahrscheinlich Afghanistan auf. Er ist 174cm groß, hat dunkle Haare und trug zuletzt einen Bart. Er spricht Dari (vereinfacht auch als Farsi oder Neupersisch bekannt) und Deutsch.

Personen, die sachdienliche Hinweise insbesondere zum Aufenthaltsort des Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Das Bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt wird.