In der Stadt Boulder im Bundesstaat Colorado sind in einem Supermarkt 10 Menschen erschossen worden. Der Supermarkt gehört zu einem Einkaufskomplex mit unterschiedlichen Geschäften und Cafés.

Unter den Toten ist auch ein Polizist, der als erster am Tatort eintraf und dort von dem Attentäter erschossen wurde. Augenzeugen berichten von Schuss-Salven und Menschen, die sich hinter Regalen oder Türen versteckten oder verzweifelt versuchten, den Ausgang des Supermarktes zu erreichen. Die Polizei rückte nach einem Notruf mit einem Großaufgebot an und umstelle das gesamte Gebäude. Mindestens 3 Hubschrauber waren dabei im Einsatz und landeten auf dem Dach des Supermarktes.

Nach über einer Stunde gelang es der Polizei dann, einen Verdächtigen zu verhaften. Die Beamten hatte ihm zuvor mehrfach mittels Lautsprecherdurchsagen zur Aufgabe aufgefordert. Der Mann wurde bei der Aktion offenbar an einem Bein verletzt. Auf einem live im Internet übertragenen Video war zusehen, wie die Polizei einen blutüberströmten Mann abführte.
Die Identität des Verdächtigen ist zur Zeit noch ebenso unbekannt wie ein mögliches Motiv. Der verantwortliche Staatsanwalt Michael Dougherty sagte, man wolle sich zunächst auf die Sicherung von Beweismitteln und der Befragung von möglichen Zeugen konzentrieren. Die Tat selbst nannte er „eine Tragödie und einen Albtraum“. Auch der Gouverneur von Colorado, Jared Polis sprach auf Twitter von einer „Tragödie”.

Nach Angaben der Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki war Präsident Joe Biden über den Einsatz informiert und wurde auf dem Laufenden gehalten.

Zuletzt hatte am vergangenen Mittwoch ein Mann im Großraum Atlanta 8 Menschen in 3 Massage-Salons ermordet, 6 der Opfer waren Frauen aus China und Südkorea. Der mutmaßliche Attentäter von Boulder war angeblich mit einem Sturmgewehr bewaffnet. Nach diesem erneuten Attentat  dürfe jetzt die Diskussion über schärfere Waffengesetzte und Kontrollen in den USA wieder an Bedeutung gewinnen. Präsident Joe Biden hatte im Wahlkampf versprochen, sich für ein Verbot derartiger Waffen in Privathand einzusetzen, bislang aber noch nichts unternommen.